Koch schaut zufrieden

Steckbrief Hühnerei

Was Sie über die Hühnereiallergie wissen sollten

Hühnereier können Allergien auslösen
Eine Allergie gegen Hühnereier bezieht sich sowohl aufs Eigelb als auch auf das Eiklar

Was steckt dahinter?
Die Hühnereiallergie tritt eher im Säuglings- und Kindesalter, selten beim Erwachsenen auf. Allergische Reaktionen auf Hühnerei zeigen sich in Form von Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Die individuellen Reaktionsstärken reichen von leichten Beschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock, eine schwere Kreislaufreaktion aufgrund von Allergenen. Die Allergie bezieht sich sowohl auf das Eigelb als auch auf das Eiklar. Einige Allergiker können kleine Mengen Ei in gebackener Form vertragen – das muss jedoch in einem individuellen Gespräch geklärt werden.

Wo liegen die Herausforderungen?
Eine hühnereifreie Kostform sollte nur nach Abgabe einer ärztlichen Verordnung angeboten werden. Hier liegt eine medizinische Indikation vor, für die genaue Kenntnisse der Erkrankung und deren diätetische Umsetzung notwendig sind.

Was ist zu tun?
Um allergische Reaktionen zu vermeiden, müssen die Speisen und Getränke ohne Ei bzw. ohne Eiprodukte zubereitet sein – das gilt übrigens auch für Eier anderer Vogelarten wie Enten oder Gänse. Das bedeutet: Speisen, die üblicherweise mit Eiern zubereitet werden, bedürfen in diesem Fall eines anderen Rezeptes.

Allergenfreie Zubereitung
Durch die vielseitige Anwendung von Eiern in der Küche müssen für Allergiker oft neue Zubereitungswege gefunden werden:

  • Eier als Bindemittel
    Für Kuchen und Plätzchen bietet sich eine Mischung aus Pflanzenöl, Wasser und Backpulver an. Für Frikadellen oder andere Hackmassen kann man Quark, Sojamehl oder Haferflocken verwenden. Für Suppen und Saucen lässt sich Kartoffel-, Mais- oder Weizenstärke einsetzen, in Cremespeisen bieten sich Gelatine oder Agar-Agar an.
  • Eier als Lockerungsmittel
    In Süß- bzw. Cremespeisen kann man entweder geschlagene Sahne oder eine Mischung aus aufgeschlagenem Quark mit Mineralwasser verwenden.
  • Eier als Panadebestandteil
    Fleisch, Fisch oder Geflügel lässt sich stattdessen in Kondensmilch wenden.

Darüber hinaus wird von speziellen Herstellern Ei-Ersatzpulver angeboten. Es kann für Backwaren, Gemüse- und Fleischgerichte, Aufläufe oder Bratlinge eingesetzt werden, ebenso auch zum Panieren oder Anbinden.

Rührei kann Durchfall oder Erbrechen auslösen.

Tipps für den Alltag

Brot und Brötchen
Auswahl an eifreiem Brot, Brötchen – Milch- bzw. Rosinenbrötchen müssen überprüft werden –, Knäcke- oder Knusperbrot, eifreier Zwieback.
Aufstrich
Butter oder Margarine, Marmelade, Honig, Nussnougatcreme, Roastbeef, Frischwurst, roher Schinken, kalter Braten, vegetarischer Aufstrich, Tomaten oder Gurken.
Müsli und Milchprodukte
Müsli oder Cornflakes mit Obst und Milch bzw. Joghurt.
Fisch, Fleisch, Geflügel
Fleisch, Fisch und Geflügel müssen ohne Ei zubereitet werden. Außerdem lassen sich auch Würstchen angebieten.
Beilagen
Kartoffeln, Reis oder eifreie Nudeln, Gemüse blanchiert mit Butter/Margarine oder Sauce (ohne Ei), Salat und Rohkost mit Dressing (ohne Ei), eifreie Saucen und Suppen. Viele Ansatzprodukte wie Roux dunkel oder hell sind eifrei.
Dessert
Puddings ohne Eilegierung, Götterspeisen, frisches Obst oder Kompott, Grützen, Fruchtkaltschalen, Milchprodukte natur oder mit Früchten, Fruchteis, Milcheissorten ohne Ei.
Speisenangebot
Obst und Kompotte bieten sich immer an, außerdem Reiswaffeln, eifreie Kekse, Gebäck oder Kuchen – süß oder salzig, z. B. Laugengebäck, und ohne Ei, z. B. Mürbeteig, Hefeteig, Quark-Öl-Teig u. a.
Lupe fokussiert Zutatenliste

Schauen Sie genau hin

Hühnerei gehört zu den 14 Allergenen, die bei verpackter Ware auf der Zutatenliste gekennzeichnet werden müssen. Beim Einkauf sollte die Verpackung nach Begriffen wie Hühnerei, Eiweiß, Eiklar, Eiweißpulver, Volleipulver, Eidotter, Flüssigei, Ovo-, E322 Lecithin (Ei), Simplesse überprüft werden; das sind weitere Beschreibungen für Hühnereiweiß.

Lupe über einer Mappe

Was steckt dahinter?

Immer mehr Menschen reagieren auf bestimmte Lebensmittel allergisch. Hinzu kommen Unverträglichkeiten, z. B. gegen Laktose, Fruktose oder Gluten, die für viele einen unbeschwerten Genuss unmöglich machen. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz?

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