Koch schaut zufrieden

Steckbrief Senf

Was Sie über die Senf-Allergie wissen sollten

Senf kann Allergien hervorrufen
Schon kleinste Mengen Senf können schwere allergische Reaktionen hervorrufen

Was steckt dahinter?
Senf ist ein scharfes Gewürz, das aus den Senfkörnern des weißen, braunen oder schwarzen Senfs hergestellt wird. Gebräuchlich ist das Gewürz als Senfkörner, Senfpulver und als Würzpaste.
Die Allergie auf Senf tritt in Europa in erster Linie in Frankreich und Spanien auf. Es können Erwachsene wie auch Kleinkinder betroffen sein. Die Diagnose erfolgt durch Haut- und Bluttests und sollte durch eine Provokation klar von anderen Gewürzen abgegrenzt werden.

Wo liegt die Herausforderung?
Senfsamen gehören zu den aggressiven Allergenen. Bereits kleinste Mengen können zu schweren allergischen Reaktionen bis hin zu einem Schock führen.

Senf findet vielseitigen Einsatz in der Lebensmittelherstellung. Die Senfkörner werden gerne zum Einlegen von Senfgurken und Mixed Pickles sowie zur Wurstherstellung genutzt.
Senfpulver kommt verstärkt in der englischen Küche vor. Wird es mit Wasser zu einer Paste verrührt, kann man es ähnlich wie Tafelsenf verwenden. Senfpulver ist manchmal auch Bestandteil von Currypulver.

Zum Würzen und als Dip wird Tafelsenf häufig in der deutschen Küche eingesetzt.

Senf kann des Weiteren in Suppen, Eintöpfen, Grill- und Salatsaucen, Marinaden für Fleisch, Fisch oder Geflügel, Sauerkonserven, Chutneys, Salatdressings, scharfem Salzgebäck oder Nüssen sowie in Mayonnaise und Feinkostsalaten enthalten sein.

Was ist zu tun?
Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, ob ein Produkt für eine senffreie Ernährung einsetzbar ist. Während des Herstellungsprozesses können Reste von Senf unbeabsichtigt in ein Lebensmittel gelangen, das ursprünglich keinen Senf enthält. Für diesen Fall besteht für den Hersteller die Möglichkeit, auf der Verpackung anzugeben, dass Spuren von Senf in der Ware vorhanden sein können.

Allergenfreie Zubereitung
Die Betroffenen müssen auf Senf und Speisen, die Senf enthalten können, konsequent verzichten.

Das genaue Lesen von Zutatenlisten und der richtige Umgang mit der Spurenkennzeichnung bei verpackter Ware sollte wichtiger Bestandteil beim Einkauf sein.

Bei der Zubereitung von senffreien Speisen ist ein hygienisch einwandfreies Vorgehen wichtig. Arbeitsgeräte, Bretter, Töpfe oder Schneebesen müssen sauber sein. Das Abspülen mit klarem Wasser reicht nicht.

Naturbelassene Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Fisch und Geflügel können verzehrt werden. Bei der Zubereitung von Fleisch, Gemüse und auch Salat sollten Gewürzmischungen, fertige Dressings und Marinaden vermieden werden. Wurst und Wurstwaren müssen auf ihre Würzung überprüft werden.

Senf und Senfsamen werden zum Würzen verwendet.

Tipps für den Alltag

Brot und Brötchen
Auswahl an Brot oder Brötchen, Knusperbrot oder Zwieback.
Aufstrich
Butter oder Margarine, Marmelade, Honig, Ei, Käse, Speisequark, Tomaten oder Gurken. Auch roher oder gekochter Schinken sowie Streichwürste sind erlaubt, wenn es die Zutatenliste zulässt.
Müsli und Milchprodukte
Müsli mit Obst und Milch, Cornflakes mit Früchten und Joghurt oder Milch.
Fisch, Fleisch, Geflügel
Fleisch, Geflügel und Fisch, gedünstet oder gebraten und ohne Senf zubereitet, Saucen mit reinen Gewürzen und Gewürzmischungen ohne Senf. Je weniger Convenience-Produkte verwendet werden, desto geringer ist das Risiko, dass Senf als Zutat enthalten ist.
Beilagen
Alle Sättigungsbeilagen wie Kartoffeln, Reis, Nudeln, Gemüse und Salate. Bei Salatsaucen und Suppen muss allerdings die Zutatenliste beachtet werden.
Dessert
Pudding, Götterspeise, frisches Obst, Kompott, Grützen, Milchprodukte.
Speisenangebot
Obst und Milchprodukte, Gebäck und Kuchen, Fruchtgummis.
Lupe fokussiert Zutatenliste

Schauen Sie genau hin

Senf muss auf allen verpackten Lebensmitteln in der Zutatenliste ausgewiesen werden.

Lupe über einer Mappe

Was steckt dahinter?

Immer mehr Menschen reagieren auf bestimmte Lebensmittel allergisch. Hinzu kommen Unverträglichkeiten, z. B. gegen Laktose, Fruktose oder Gluten, die für viele einen unbeschwerten Genuss unmöglich machen. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz?

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