Koch schaut zufrieden

Steckbrief Lupine

Was Sie über eine Lupinen-Allergie wissen sollten

Lupinen
Nach dem Verzehr von Lupinen kann es zu schweren allergischen Reaktionen kommen

Was steckt dahinter?
Lupine sind buntblühende Pflanzen, die man eher aus dem eigenen Ziergarten kennt. Sie sind neuartige Allergieauslöser, die in den letzten Jahren aufgrund ihres hohen Eiweiß- und Ballaststoffgehaltes den Weg in die Lebensmittelverarbeitung gefunden haben. Seitdem steigt die Zahl der Lupinen-Allergiker.

Wo liegen die Herausforderungen?
Lupinen gehören zu den Hülsenfrüchten. Lupinenmehl eignet sich für die Herstellung von glutenfreien Backprodukten und Mahlzeiten.

Das Lupinenallergen ist sehr aggressiv, auch Stäube in der Luft führen zu allergischen Symptomen. Diese treten in Form von Hautreaktionen, Atemwegsbeschwerden, Krämpfen bis hin zum allergischen Schock auf. Das Allergen ist hitzestabil und wird auch beim Backen nicht zerstört.

Lupine werden nicht nur in diätetischen Produkten verarbeitet. Lupinenmehl wird wegen der geschmacklichen und frischhaltenden Eigenschaft in kleinen Mengen verschiedenen Lebensmitteln beigemischt.

Vorkommen

  • z. T. in glutenfreien Backmischungen, Backwaren, Gebäck, Keksen
  • z. T. in vegetarischen Fertigprodukten wie Bratlingen, Würstchen, Flüssigwürze, Schnitzeln, Pfannengerichten, Aufläufen, Suppen, Brotaufstrichen, Kaffeeersatz, Lupinen-Tofu, Süßlupinenschrot
  • ggf. in Brot- und Backwaren, Gebäck und Keksen, fertigen Pizzateigen

Was ist zu tun?
Die Therapie einer Lupinen-Allergie liegt im konsequenten Meiden der Lupine und der Produkte, die damit hergestellt worden sind. Hier gilt es in erster Linie, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, in welchen Produkten im eigenen Lager überhaupt Lupine enthalten sind. Je nachdem welche Tischgäste Sie versorgen, kann es sein, dass Sie kaum Lupinenprodukte gelagert haben. Wenn jedoch viele Ihrer Tischgäste Vegetarier, Veganer oder Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit sind und Sie ggf. einen hohen Einsatz an Convenience-Produkten haben, finden sich bei Ihnen viel öfter lupinenhaltige Produkte als angenommen.

Allergenfreie Zubereitung
Beim Einkauf ist es wichtig, dass Sie Zutatenlisten genau lesen und den richtigen Umgang mit der Spurenkennzeichnung bei verpackter Ware erlernen.

Bei der Zubereitung von lupinenfreien Speisen ist ein hygienisch einwandfreies Vorgehen wichtig: Arbeitsgeräte, Bretter, Töpfe oder Schneebesen müssen sauber sein, das Abspülen mit klarem Wasser reicht nicht aus.
 
Naturbelassene Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Geflügel und Eier können zubereitet und verzehrt werden. Beim vegetarischen Kochen sollten Fertigprodukte vermieden bzw. die Zutatenliste genau auf Lupine überprüft werden.

Tipps für den Alltag

Brot und Brötchen
Auswahl an Brot oder Bötchen ohne Zusatz von Lupinenmehl, Knäckebrot oder Zwieback.
Aufstrich
Butter oder Margarine, Marmelade, Honig, Ei, Wurst, Käse, Tomaten oder Gurken. Vegetarische Aufstriche müssen überprüft werden.
Müsli und Milchprodukte
Müslimischungen mit Obst und Milch, Cornflakes mit Früchten und Joghurt bzw. Quark oder Milch.
Fisch, Fleisch und Geflügel
Alle Fleischarten, Geflügel und Fisch, gedünstet und gebraten.
Beilagen
Kartoffeln, Reis, Nudeln – Zutatenliste beachten –, Gemüsebeilagen gedünstet oder gebraten. Suppen und Saucen – bei Fertigprodukten Zutatenliste beachten.
Dessert
Pudding aus Kuhmilch, Götterspeise, frisches Obst, Kompott, Grützen, Fruchtkaltschalen, Frucht- und Milchspeiseeis, Fruchtquark – Zutatenliste beachten.
Speisenangebot
Obst und Kompott sowie Joghurt und Quark bieten sich an – Zutatenliste beachten. Kuchen und Gebäck – Zutatenliste oder Rezeptur beachten. Fruchtgummis sind unbedenklich.
Lupe fokussiert Zutatenliste

Schauen Sie genau hin

Durch die steigende Zahl von Allergikern muss der Zusatz von Lupinen seit 2008 auf Verpackungen deklariert werden.

Lupe über einer Mappe

Was steckt dahinter?

Immer mehr Menschen reagieren auf bestimmte Lebensmittel allergisch. Hinzu kommen Unverträglichkeiten, z. B. gegen Laktose, Fruktose oder Gluten, die für viele einen unbeschwerten Genuss unmöglich machen. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz?

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